AargauTopSport

Reines Schweizer Frauenpodest und Schweizer Männer-Silber

von Raphael Galliker und Hanspeter Arnold – 8. September 2019

Das Podest des Powerman Zofingen der Frauen

Bild: Blende 8.5

Trotz eines Sturzes der Vorjahressiegerin Petra Eggenschwiler brillierten die Schweizerinnen am Powerman Zofingen, der zu den «AargauTopSport»-Events zählt. Nina Zoller, Melanie Maurer und Corina Hengartner klassierten sich auf dem Podest. Bei den Männern wurde der Belgier Diego Van Loy Weltmeister vor dem Schweizer Jens Gossauer und dem Holländer Daan De Groot. 

Das Trio Eggenschwiler, Maurer und Zoller machte von Beginn weg vorne Druck und ging ebenfalls nach dem Lauf-Parcours gleichauf auf die Radstrecke. Dann passierte Eggenschwiler das Malheur: Die Solothurnerin stürzte in Zofingen in einer Bahn-Unterführung ohne Fremdeinwirkung. Sie zog sich leichte Schürfungen zu. Die Titelverteidigerin büsste rund drei Minuten ein und hatte danach alles versucht, um wieder an die Spitze zurückzukommen. Eggenschwiler musste schliesslich jedoch kurz nach der Rad-Strecke aufgeben. Vor dem Showdown in Zofingen lag Eggenschwiler im Powerman World Ranking 2018/2019 auf dem ersten Platz. Unmittelbar nach dem Ausscheiden war ihr die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sie hat sich allerdings rasch gefasst und meinte: «Ich fühlte mich von Beginn weg nicht so gut.» Bereits an der Medienkonferenz im Vorfeld der ITU-Weltmeisterschaften klagte sie über eine Erkältung und eine Entzündung am Fuss. Ebenfalls vorzeitig aufgegeben wegen Unterkühlung hat Antonia Reznikov. Die Israelin hatte im vergangenen Jahr die Bronze-Medaille geholt. Auf der letzten Laufstrecke gelang es Zoller die letztjährige Silbermedaillen-Gewinnerin Maurer abzuhängen. «Ich kann es gar nicht fassen», so die neue Weltmeisterin aus Chur. «Ich habe auf die Zähne gebissen, Gas gegeben und bin jetzt überglücklich.» Maurer meinte: «Die Radstrecke war schwierig, ich habe gefroren, freue mich zudem sehr auf die tolle Leistung von uns Schweizerinnen. Ich mag NIna Zoller den Sieg sehr gönnen.»

Grosse Spitzengruppe

Bei den Männern führte nach drei Stunden der Schweizer Michael Ott vor dem Russen Maxim Kuzmin, dem Holländer Daan De Groot, dem Schweizer Jens Gossauer, dem Belgier Seppe Odeyn und dem Schweizer Fabian Zehnder (SUI). Gossauer, letztes Jahr noch Achter, verblüffte und ging schliesslich als erster auf die letzte Laufstrecke, gefolgt von Diego Van Looy (BEL), Odeyn, De Groot, Kuzmin und Zehnder. Van Looy kam dann immer besser ins Rennen und konnte schliesslich Gossauer distanzieren.mVerletzungsbedingt nicht in Zofingen teilnehmen konnte der letztjährige Vorjahressieger Gaël Le Bellec (FRA) und der letztjährige drittplatzierte Deutsche Felix Köhler. Gossauer überglücklich: «Es war ein super Rennen, ich bin mit mir sehr zufrieden. Meine Beine waren genial und ich hätte ein solches Resultat nie erwartet. Am Schluss habe ich versucht, den zweiten Rang zu halten, denn ich habe gesehen, dass Van Looy ausgezeichnet unterwegs war.» Van Looy meinte, nach der Zeit befragt: «Die Zeit war für mich nicht wichtig, ich habe mich auf die Platzierung konzentriert. Jetzt bin ich einfach nur glücklich.»

Schwierige Bedingungen

Der 31. Powerman Zofingen zählt zu den Veranstaltungen von AargauTopSport: Nicht nur der Regen machte den Spitzen-Duathleten zu schaffen, das Thermometer zeigte 13 Grad Celsius. Rund 1’200 Sportler nahmen an den Rennen am Wochenende in Zofingen teil, beinahe gleich viele wie im Vorjahr. Während das Feld in der Langdistanz gleich gross und prominent besetzt war, war die Zahl der Teilnehmer auf der Kurzdistanz kleiner. Der Charity-Lauf am Samstag bekam noch mehr Zuspruch als im Vorjahr: Zu den Unternehmen, die ihre eigenen Teams an den Start brachten, gehörten unter anderem Siegfried AG, Spital Zofingen und STWZ Energie, Abgerundet wurde der Anlass durch die PowerKids- & PowerFamily-Rennen. Stefan Ruf, OK-Präsident des Powerman Zofingen: «Das ist ein sensationeller Schweizer Tag. Wir haben zwar bei den Schweizerinnen über die Long Distance mit starken Leistungen gerechnet. Insbesondere Nina Zoller ist sehr positiv aufgefallen. Bei den Männern hat Jens Gossauer für die perfekte Überraschung gesorgt.» John Raadschelders, der Präsident der International Powerman Association (IPA): «Das waren sehr spannende Wettkämpfe. Zu Beginn war sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Spitze eng beisammen. Gegen Schluss gab es dann doch grössere Zeitabstände.» Raadschelders über die Organisation: «Mir hat vor allem die optimierte Kommunikation gefallen. Eine Win-Win-Konstellation zwischen Powerman Zofingen, der International Powerman Association (IPA) und der International Triathlon Union (ITU).

 

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2019-09-08T18:06:49+00:00Tags: |